Defender-Ausbau zum Expeditionsfahrzeug

Es ist so weit - der Ausbau des neuen Defender zu einem Expeditionsfahrzeug ist fertig. Zumindest vorerst, in den nächsten Wochen wird die Lösung in den Westalpen getestet, vielleicht ergeben sich noch kleine Änderungen.

InnenausbauDer Ausbau muss eigentlich der Kategorie light zugeordnet werden - kein Hubdach, keine eingebaute Küche. Die Stauboxen, die auch die Liegefläche bilden, können innerhalb von wenigen Minuten ausgebaut und die Originalsitze wieder eingebaut werden. Es wurden nur 4 Löcher für die Befestigung der hinteren seitlichen Boxen durch den Fahrzeugboden gebohrt, die vordere Querbox wird mit den mittleren Sitzbefestigungen verschraubt. In dem hinteren Fußraum blieb noch genug Platz für Wasserkanister und eine Kühlbox. Die genaue Anordnung der Stauboxen sieht man auf den Bildern.

KühlboxDas Ganze wurde in Flight-Case Bauweise ausgeführt, so wird eine große Stabilität der Boxen auch im Geländeeinsatz garantiert bei gleichzeitig geringem Gewicht. Anfangs dachte ich daran, den Ausbau selbst zu machen. Dann verwarf ich aber diese Idee und beauftragte die Firma T.S.X. CASES in Prappach bei Haßfurt mit der Ausführung. Und diese Entscheidung war goldrichtig! Das war mir spätestens dann klar, als ich den Aufwand bei der Herstellung sah. Auch Geld konnte ich kaum sparen, wenn man die Anschaffungskosten für das benötigte Werkzeug zu den Materialkosten hinzurechnet.

VordachHinter dem Fahrzeug kann ich jetzt ein Vordach als Sonnen- und Regenschutz ausrollen. Die ausgefeilte Konstruktion aus Aluminium mit dem Nylondach lieferte Nakatanenga. Zwei stufenlos verstellbare Rohre halten das Dach immer schön gespannt. Bei Wind kann die Konstruktion mit Seilen gesichert werden. Die Rohre sowie die beiden Stützen werden im aufgerolltem Zustand in Alu-Schienen verstaut und das Ganze verschwindet in einem Transportsack. Eine von den Schienen wird auf einem Dachträger befestigt, wo das Vordach auch während der Fahrt bleibt. Der Aufbau des Vordachs dauert kaum länger als eine Minute.

DefenderZusätzlich habe ich dem Defender noch eine Spurverbreiterung (verbessert den Lenkeinschlag) und einen Kühlergrill aus pulverbeschichtetem Alublech (als Steinschlagschutz) spendiert. Beides auch von Nakatanenga.

Jetzt müssen sich noch alle An- und Ausbauten in der Praxis bewähren.